Extra-Zeit für Bewegung

Schulministerium und LSB NRW gleichen Defizite bei Kindern und Jugendlichen aus

Finanzielle Mittel um weitere zwei Millionen Euro aufgestockt

Die pandemiebedingten Einschränkungen haben zu Bewegungsdefiziten bei vielen Schülerinnen und Schülern geführt. Hier kann der organisierte Sport eine wichtige Rolle einnehmen und mit geeigneten Maßnahmen bei der Kompensation dieser Defizite unterstützen.  

Passend dazu hat das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW dem LSB NRW ein Budget von 4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollen im Zeitraum von den Sommerferien 2021 bis zum Jahresende 2022 zusätzliche außerschulische Angebote geschaffen werden, mit denen Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulformen (1. – 13. Jahrgangsstufe) sport- und bewegungsorientiert gefördert werden. Ziel ist der Ausgleich von motorischen Defiziten und die gesundheitliche und soziale Potenzialentwicklung von Schülerinnen und Schülern.  

Diese sportpraktischen Maßnahmen können von Sportvereinen „vor Ort“ angeboten und durchgeführt werden, die dafür eine entsprechende Förderung beim Landessportbund beantragen.

Das bietet Chancen nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für den organisierten Sport: So können z. B. Kontakte mit Schulen, die aufgrund der Corona-Pandemie geruht haben, wieder neu belebt und intensiviert werden. Zudem können über die neuen Angebote auch Kinder und Jugendliche erreicht werden, die noch keinen Kontakt zu einem Sportverein hatten.

Die Fördermaßnahmen können sowohl unterrichtsbegleitend als auch in den Ferien als Blockmaßnahmen durchgeführt werden. Die Förderung beträgt max. 500 Euro für eine sechsstündige Maßnahme; ein Eigenanteil ist nicht erforderlich. In Form von Blockmaßnahmen findet eine Maßnahme täglich an sechs Zeitstunden statt, ansonsten können die sechs Stunden auch in flexiblen Modellen mit jeweils mindestens 90 Minuten pro Tag organisiert werden.

Die Antragstellung soll über das Förderportal des Landessportbundes erfolgen. Antragsberechtigt sind die Jugenden der Mitgliedsorganisationen sowie Sportvereine.

Die Angebote können geleitet werden durch Sportlehrkräfte, Sportreferendar*innen, Sportstudierende, Diplomsportlehrer*innen sowie Übungsleitungen/Trainer*innen.

LSB-Präsident Stefan Klett betont: „Die monatelange Zwangspause für den Kinder- und Jugendsport unserer Vereine sowie der andauernde Ausfall des Sportunterrichts sind nur schwer zu ertragen. Schließlich kann sich das massive Bewegungsdefizit in dieser Altersgruppe auf viele wichtige Bereiche wie kognitive und motorische Fähigkeiten negativ auswirken. Deshalb unterstützen wir mit voller Überzeugung ein mögliches Maßnahmenpaket, um das bewährte Zusammenspiel zwischen Schule, Sportverein und auch Ganztag wieder intensiv aufzunehmen und möglichst wirkungsvoll auszubauen, beispielsweise durch den Einsatz von Sporthelfer*innen, Schülersportgemeinschaften oder Schülersportabzeichen.“ Auch NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer verdeutlicht: „Die Landesregierung wird die kommenden Monate weiter konsequent nutzen, um mit den Aufholprogrammen und weiteren Maßnahmen den Folgen der Pandemie entschieden entgegenzuwirken.“

Alle weiteren Informationen und Dokumente findet Ihr auf den Seiten der Sportjugend NRW